L\u00f6sung zur Verminderung der Emissionen auf Baustellen.<\/p><\/span><\/li>\n\n\n\n
Umfangreiche und trotzdem einfache CAD-\/PDM-Software f\u00fcr die Entwicklung.<\/p><\/span><\/li>\n\n\n\n\n\n\n\n\n<\/ul>\n<\/div>\n\n\n\n
Entwicklung einer tragbaren, leistungsf\u00e4higen und leisen Akku-L\u00f6sung anstelle von Dieselgeneratoren.<\/p><\/span><\/li>\n\n\n\n
SOLIDWORKS und SOLIDWORKS PDM als Werkzeuge f\u00fcr die Erstellung und Verwaltung der Konstruktionsdaten.<\/p><\/span><\/li>\n\n\n\n\n\n\n\n\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n
Jeder, der schonmal Baustellenluft schnupperte wei\u00df, dass dort mit schweren Maschinen und verschiedenen Werkzeugen gearbeitet wird, die allesamt viel Strom ben\u00f6tigen. H\u00e4ufig kommt der Strom aus Diesel- oder Benzingeneratoren, die meist schwer sind und eine erhebliche Menge von Abgasen und Ger\u00e4uschen erzeugen. Im Vergleich zu den Fahrzeugen, sind die wenigen Baumaschinen f\u00fcr bis zu 15-20 % der Emissionen in den St\u00e4dten verantwortlich,\u00b9 die Entwicklung einer nachhaltigen Generatoralternative lag nahe.<\/p>\n\n\n\n
Die Vision von Sebastian Berning\u00a0und\u00a0Andreas Sedlmayr\u00a0begann auf einer Baustelle. Die Gr\u00fcnder von Instagrid verf\u00fcgen \u00fcber jahrelange Erfahrungen in der Elektrowerkzeug-Industrie f\u00fcr die Baubranche. Berufsbedingt waren sie auf vielen Baustellen unterwegs. Bei ihren Kundenbesuchen zeigte es sich: Steckdosen waren h\u00e4ufig nur mit hohem Aufwand und Einbu\u00dfen in der Sicherheit an den Ort des Geschehens zu bringen. Als mobile L\u00f6sung zur Stromversorgung werden auf Baustellen auch heute noch h\u00e4ufig Rahmengeneratoren eingesetzt. Ein Umstand, der keine umweltfreundliche und zeitgem\u00e4\u00dfe L\u00f6sung darstellte. Und so entwickelte sich bei den beiden Ingenieuren die Idee, eine batteriebetriebene, emissionsfreie Alternative zur mobilen Stromversorgung zu entwickeln.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n
Nach ersten Recherchen war klar, dass es bisher nichts Vergleichbares auf dem Markt gab, weshalb man den Sprung in die Gr\u00fcndung des eigenen Unternehmens gewagt hat. Das Ludwigsburger Unternehmen hat neben dem Hauptsitz in Schwaben auch einen Sitz in Helsinki. In Ludwigsburg werden die Technologie-Plattform und die darauf basierenden Produkte von der Idee bis zur Validierung entwickelt.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n
Die erste Box war eine konstruierte und 3D-gedruckte H\u00fclle, um das Design – das \u201alook and feel\u2018 zu testen. Das Gewicht kam durch den Sand aus dem heimischen Sandkasten. Der zweite, dann funktionale Prototyp war eine Holzkiste und noch fernab von jedem Serienstand, doch funktionst\u00fcchtig. F\u00fcr ihren Einsatz wurde die Holzbox quer durch Europa – von Ludwigsburg nach G\u00f6teborg – gefahren, um fr\u00fchestm\u00f6glich wertvolles Feedback der Kunden zu sammeln. Das erweiterte Fazit aus diesem Test: Das tragbare Stromsystem sollte leicht, portabel, nicht zu sperrig sein und \u00fcber gen\u00fcgend Leistung verf\u00fcgen.<\/p>\n\n\n\n
Nicht nur auf Baustellen finden die Powerakku-Pakete von Instagrid ihren Einsatz. Vielmehr auch \u00fcberall dort, wo eine netzunabh\u00e4ngige Stromversorgung ben\u00f6tigt wird. Die Stromgenerotoren sind bestens f\u00fcr das Arbeiten im Freien, unter Tage, mit industriellen Anwendungen und vielen weiteren Bereichen geeignet.<\/p>\n\n\n\n
Die Instagrid Stromversorgung ist f\u00fcr den Einsatz bei Profis designt. \u201eWir haben eine herk\u00f6mmliche Netzsteckdose tragbar gemacht und das ohne Kompromisse in der Leistungsf\u00e4higkeit. Unsere L\u00f6sung ist zudem kompakt, einfach tragbar in einer Hand und liefert durch ihr robustes, wasserfestes Design auch unter extremen Bedingungen mobile Elektrizit\u00e4t\u201c erkl\u00e4rt Andreas Sedlmayr.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n
\u201eWir schauen in der kompletten Entwicklung auf Nachhaltigkeit\u201c so Sedlmayer. Hergestellt ist das Instagrid Stromsystem (Instagrid ONE) aus recyceltem Aluminium und Kunststoff. Mit seinen 19 kg, ist der Instagrid ONE leicht, besitzt genug Akku-Leistung f\u00fcr einen ganzen Arbeitstag (2,1 kWh), ist wasserdicht und durch seine passive K\u00fchlung ger\u00e4uschlos. Die Spitzenleistung von 18.000 Watt erm\u00f6glicht das Arbeiten mit schweren Ger\u00e4ten und Schwei\u00dfen und h\u00e4lt selbst Temperaturen von -20 bis 45 Grad Celsius stand. Die Hochleistungsbatterie kann an jeder Steckdose unter drei Stunden geladen werden. Gegen\u00fcber Dieselgeneratoren liefern die Stromversorgungssysteme von Instagrid reine Netzleistung und m\u00fcssen nicht \u00fcberdimensioniert werden, um kurzfristig hohe Leistungen zu liefern. Neben der deutlich einfacheren Handhabung werden lokal keine Emissionen erzeugt.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n
Die Luftverschmutzung in den St\u00e4dten ist ein bekanntes Problem. Baustellen im Besonderen verursachen erhebliche Emissionen durch Materialien und Maschinen. Saubere und emissionsfreie Technologien sind deshalb wegweisend und werden dringend ben\u00f6tigt. Beachtet man das Potential, das sich bei Nutzung umweltfreundlicher Batterie-Generatoren gegen\u00fcber Kraftstoffbetriebener Generatoren zeigt, liegt dieses gerade in der erheblichen Reduzierung der Emissionen.<\/p>\n\n\n\n
Mit dem vom EU LIFE-Programm gef\u00f6rderten Projekt CLEANER AIR, sollen umweltfreundliche L\u00f6sungen der Stromversorgung im Bauwesen und in der st\u00e4dtischen Umweltpflege getestet werden. Seit Herbst 2019 l\u00e4uft der Pilotversuch von Ger\u00e4ten mit sauberer Stromversorgung in mehreren europ\u00e4ischen Standorten und geht noch bis 2022.\u00b2 Ziel des Projektes ist die Reduzierung der Emissionen von tragbaren Maschinen in den St\u00e4dten. In diesem Rahmen testet Instagrid mit 20 verschiedenen Partnern aus acht europ\u00e4ischen St\u00e4dten 100 mobile emissionsfreie Batterie-Stromversorgungssysteme, um mit Kraftstoff betriebene Ausr\u00fcstungen zu ersetzen. In dem Projekt wird die Stromversorgung kleiner elektrischer Maschinen (z. B. R\u00fcttelplatten, Schleifmaschinen, Steinschneidemaschinen, Schwei\u00dfger\u00e4te, Abbruchh\u00e4mmer, Scheinwerfer usw.) erprobt.<\/p>\n\n\n\n
Die Herausforderung war, kleine tragbare Motoren (<19 kW), die \u00fcberwiegend im Baugewerbe, im Garten- und Landschaftsbau g\u00e4ngig sind, durch eine umweltvertr\u00e4gliche Variante zu ersetzen. Erstere tragen durch niedrige Standards, Leerlauf und \u00dcberdimensionierung \u00fcberproportional zu den Emissionen bei. Die \u00dcberdimensionierung ist zum Starten erforderlich, und Leerlauf tritt aufgrund von Unterbrechungen des Arbeitsablaufs, externen Bedingungen und Fahrl\u00e4ssigkeit auf.<\/p>\n\n\n\n
Der Umweltnutzen und die lokale Reduzierung von Emissionen stehen im Vordergrund. Der Ersatz von Brennstoffgeneratoren durch Batteriesysteme w\u00fcrden, so werden die zu erwartenden Ergebnisse zeigen, die Luftverschmutzung verringern und die Lebensqualit\u00e4t der Menschen verbessern. Im Sommer 2021 begannen die Pilottests in Kooperation mit 20 Partnern in insgesamt acht europ\u00e4ischen L\u00e4ndern.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n
Neben diesem Projekt hat Instagrid bereits 2020 sein Stromsystem in sieben Branchen getestet. \u201eDie Tests waren f\u00fcr uns sehr spannend, obwohl wir seit den ersten Tagen von Instagrid direkt mit Kunden getestet haben. Zuerst einmal sto\u00dfen wir immer auf starkes Interesse, weil das Konzept sofort schl\u00fcssig ist und unseren Kunden gro\u00dfe Probleme l\u00f6st. Auf der anderen Seite herrscht bis zum ersten Test auch h\u00e4ufig Skepsis, ob unsere kompakte L\u00f6sung die beworbene Leistung \u00fcberhaupt liefern kann und wie lange die Energie reicht. Beides konnten wir eindrucksvoll beweisen.\u201c so Sedlmayr. Getestet wurden die Systeme auf dem Stuttgarter Markt, von einem Steinmetz, einer Tischlerei, einem Solarmodul-Unternehmen oder den Ludwigsburger Stadtwerken, um nur einige zu nennen.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n
\u201eWir haben alles durchgetestet was es an CAD gibt, SOLIDWORKS hat \u00fcberzeugt\u201c freut sich Sedlmayr. Als die fr\u00fchen Prototypen in die weitere Entwicklung gingen und mehr Ingenieure eingestellt wurden, kamen sie mit der bestehenden L\u00f6sung schnell an ihre Grenzen. \u201eEs ver\u00e4nderten sich die Anforderungen von der Konstruktion einzelner Teile in die Konzeptionierung und Ausarbeitung von komplexen Baugruppen und den entsprechenden Fertigungsunterlagen und das dann auch mit einem entsprechenden Revisionsmanagement\u201c, erz\u00e4hlt Andreas Sedlmayr weiter.<\/p>\n\n\n\n
\u201eWir mussten uns schnell um eine tragf\u00e4hige L\u00f6sung bem\u00fchen. Ich habe \u00fcber die Jahre schon mit fast allen CAD Programmen gearbeitet und mir gefiel SOLIDWORKS in der Bedienung und den meisten Funktionen am besten.\u201c Kurz darauf folgte der Kontakt zur Bechtle PLM Deutschland GmbH. Die Implementierung und Umsetzung der L\u00f6sungen erfolgte durch Bechtle PLM. Andreas Sedlmayr sch\u00e4tzt den Austausch auf Augenh\u00f6he und den partnerschaftlichen Umgang: \u201eBechtle PLM k\u00fcmmert sich immer sofort um unsere Anliegen und sollten diese mal etwas komplexer sein, dann hilft Bechtle PLM auch mit anderen Kunden in Kontakt zu kommen, die \u00e4hnliche Problemstellungen schon erfolgreich gel\u00f6st haben.\u201c<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n
Instagrid benutzt SOLIDWORKS \u201eum digital fertigungsgerechte Produkte zu entwerfen und unseren Lieferanten konsistente Daten zu liefern und die Anzahl der Iterationen so gering wie m\u00f6glich zu halten. Dazu geh\u00f6ren auch viele n\u00fctzliche Features wie Kollisions\u00fcberpr\u00fcfungen oder die Formschr\u00e4genanalyse.\u201c sagt Andreas Sedlmayr und sch\u00e4tzt auch die Integration in das bestehende eCAD. SOLIDWORKS CAD und PDM kann so \u201edom\u00e4nen\u00fcbergreifend sehr gewinnbringend eingesetzt werden. Unsere Ingenieure sparen sich im Vergleich zu vorher viele M\u00fchen und k\u00f6nnen so effizienter an den besten L\u00f6sungen f\u00fcr unsere Kunden arbeiten.\u201c<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n
Das Stromversorgungssystem ist zur Markreife gebracht und der Vertrieb ist bereits gestartet. \u201eEs zeigt sich aber schon jetzt, dass wir mit unserer Technologie noch weitere Produkte entwickeln k\u00f6nnen, die Menschen dazu bef\u00e4higen ihre Arbeit effizienter und nachhaltiger zu bew\u00e4ltigen\u201c sagt Andreas Sedlmayr.<\/p>\n\n\n\n
Im n\u00e4chsten Schritt geht es darum, Instagrid als Marke f\u00fcr mobile Energieversorgung zu etablieren. Weiter betont der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer \u201eGleichzeitig planen wir sowohl Produkte mit noch mehr Leistung und Energie f\u00fcr die Versorgung von ganzen Bereichen und die dazugeh\u00f6rigen dienstleistungsbasierten Gesch\u00e4ftsmodelle zu entwickeln und anzubieten.\u201c Und was ist das pers\u00f6nliche Ziel von Instagrid? Andreas Sedlmayr formuliert es treffend mit den Worten: Wenn es hei\u00dft \u201eNimm deinen Instagrid mit. Dann haben wir es geschafft.\u201c<\/p>\n\n\n\n
Entwicklungs- und Vertriebspartnerschaften mit namhaften Herstellern von Elektrowerkzeugen werden als weitere Absatzm\u00f6glichkeiten genutzt. So ist es Instagrid gelungen schon mehr als 20.000 Einheiten zu verkaufen. Der Hauptfokus liegt hierbei auf professionellen Kunden, die f\u00fcr ihre Arbeit abh\u00e4ngig von tempor\u00e4rer Infrastruktur sind so zum Beispiel in den Bereichen Bauwesen, Veranstaltungen, Film- und Medienproduktion und beh\u00f6rdliche\/\u00f6ffentliche Sicherheit.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n
Und auch auf EU-Ebene tut sich hier einiges. So schlug im Dezember 2020 die Europ\u00e4ische Kommission eine neue EU-Gesetzgebung zur Nachhaltigkeit von Batterien vor. Die Entwicklung in eine nachhaltigere Batterienproduktion unterst\u00fctzt dabei, die langfristige Strategie der EU zu erreichen \u2013 bis 2050 klimaneutral zu werden.\u00b3<\/p>\n\n\n\n
Autorin: Diana Salan<\/em><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n
\u00b9 Vgl Cleaner Air Project – instagrid<\/a><\/p>\n\n\n\n
Vgl. PowerPoint Presentation (instagrid.co)<\/a><\/p>\n\n\n\n
Vgl\u00a0LIFE 3.0 – LIFE Project Public Page (europa.eu)<\/a><\/p>\n\n\n\n
Vgl. ZECS_Status2019.pdf (bellona.org)<\/a><\/p>\n\n\n\n
\u00b2 Vgl.\u00a0https:\/\/instagrid.co\/de\/cleaner-air-project<\/a><\/p>\n\n\n\n
\u00b3 Vgl. Quelle: ZECS_Status2019.pdf (bellona.org)<\/a> und Vgl. 5 Highlights der neuen EU-Verordnung zur Nachhaltigkeit von Batterien (instagrid.co)<\/a><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n